Weltweite Verschuldung auf neuem Rekordstand

Die gigantischen Maßnahmen vieler Staaten zur Bekämpfung der Corona-Krise haben die Schulden in der Welt weiter nach oben getrieben. Mit 272 Billionen Dollar sind sie so hoch wie nie. Experten schlagen Alarm.


In seiner neuesten Analyse spricht der Weltbankenverband, das Institute of International Finance (IIF), von einem "Schulden-Tsunami". Seit Jahresanfang sei die Schuldenlast weltweit um 15 Billionen Dollar oder knapp fünf Prozent auf das Rekordniveau von 272 Billionen Dollar gestiegen. Das ist so viel wie nie.

Der Tsunami dürfte noch größer werden. Bis zum Jahresende werde die Verschuldung auf 277 Billionen Dollar steigen, prognostiziert der Bankenverband. Das entspräche 365 Prozent des Bruttoinlandsprodukts der gesamten Weltwirtschaft, hat der IIF ausgerechnet. Ende 2019 lag die Verschuldung noch bei 320 Prozent des BIP.

Zu anderen Zahlen kommt der IWF. In diesem Jahr dürfte die globale Staatsverschuldung auf fast 100 Prozent der jährlichen weltweiten Wirtschaftsleistung (BIP) steigen, prophezeite er Ende Oktober. Laut IWF sind weltweit 11,7 Billionen US-Dollar an Corona-Hilfen ausgegeben worden - teils aus zusätzlichen Staatsausgaben, teils aus Liquiditätshilfen wie Krediten oder Garantien sowie Kapitalspritzen für wirtschaftlich bedrohte Firmen. Quelle: ADR Tageschau Stand: 26.11.2020 14:51 Uhr

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